Summer of Zero Zero
... gelackt darf sich fühlen, wer sonst nur bekackt sitzt auf Stühlen. Grinsend im Leichtsinn wühlend, schleudern Hennes und Mauritz zuwenig Stoff in die Scharen.
Fettfrauen sind stärker als Knochensusen und boxen Kleiderstangen in die Luft. Der Spielstand: Eins zu null für Fräulein Fetti. Erschreckenderweise versucht sie den Sieg um die Stöffchen zu ergattern. Tränen als Surrogat für Regen lassen die Flüsse überschwemmen. Der von Bierwampen und Männermagazinen geprägte Volksmund weint, denn dicke Frauen in zuwenig Stoff lassen keine erregenden Gedanken zu. Libido goes Bulimie. Doch mit jahrelangem Fressen von Pommes mit Schokosoße erreicht Frau diese nie. Mögen andere Prolls auf Bikinis aus Deutschlandschalwolle stehen, frisst Schweinchen dem Mauritz doch zuviel Ware weg. Natürlich ganz aus Versehen. Das Ende vom Lied beginnt mit dem Irrtum des nächsten One-Night-Stands. Der Sommer fickt aus Notgeilheit. Die Armut wächst mit Prestigeverlust. Doch Winter ist erst morgen. Und auch die Sorgen… Ja, auch die kommen erst am darauf folgenden Tag. Mit anderen Worten: Nie wieder Regionalliga ...
Humor? Dass ich nicht lache!
... „Hast du meinen ironischen Unterton nicht verstanden?“ „Doch, hab ich.“ „Aber warum ...?“ „Weil ich nicht darüber lachen kann.“ „Nicht?“ „Nein!“ „Und ich hab' dich immer für Deinen guten Humor geschätzt“. „Den hatte ich noch nie“ „Kam mir aber anders vor. Ich fürchte wir haben nicht mehr den selben Humor!“. „Hatten wir den schon mal? Hatten wir den wirklich schon mal?“ ...
Aktive Sterbebegleitung
... kennt Ihr solche Leute?? Ja? Kennt Ihr sie?? Die wissen einfach alles – die könnt Ihr fragen, was immer Ihr wollt. Die haben auf ALLES eine Antwort. Ja, solche Leute gibt es. Alle Verschwörungstheorien sind denen bekannt – restlos alle. Klar waren die Amerikaner niemals auf dem Mond – wenn, dann sind die höchstens hinterm Mond (wobei ich mich bei dieser Theorie sogar zu einer gewissen Zustimmung hinreißen lassen könnte!!). Diese Alleswisser (meist in Gestalt von rollkragenpullovertragenden Taxifahrern, mit leicht verklebten Haaren) geben Euch Antworten auf Fragen, die niemandem jemals in den Sinn gekommen wären. Die informieren Dich über „morphogenetische Felder“ und sehen Deiner Aura an, dass Du eine höchstcharismatische, sensible Person bist und klären Dich dann darüber auf, dass die von Flugzeugen verursachten Kondensstreifen am Himmel in Wirklichkeit hochwirksame Tranquilizergase enthalten, die alle Menschen in die Alkoholabhängigkeit treiben sollen und ganz Deutschland in den Wahn einer großen Koalition geleitet haben und gleichzeitig dafür verantwortlich sind, dass kabarettistische Veranstaltungen aufgesucht werden und Komödianten in Priesterkutte auftreten, womit nach und nach die Gravitationskraft unseres blauen Planeten reduziert wird und letztendlich ein Schwebezustand von Omnibussen ausgelöst wird, damit um die Erde kreisende außerirdische Raumpatrouillen (mit Erich von Däniken als 2. Steuermann an Bord) sich der im Bus befindlichen Menschen bemächtigen können, um ihnen zusätzliche, transparente Organe zur Steuerung unserer Gehirne einzusetzen, was zur Folge hat, dass alle männlichen Erdbewohner mit einer Dauererektion rumlaufen und nur noch an eines denken ...
Alkohol als Teil der sozialen Integration
... alle sind sie am saufen. Außer vielleicht religiösen Fanatikern, Straight Edgern und Ex-Alkis. Na gut, einige werden sagen wir trinken Alkohol, saufen tun die Tiere. Ihr lügt euch selber an. Wenn ihr trinken wollt trinkt Wasser, Cola, Milch oder Red Bull. Aber Alkohol trinkt man um seine Sinne zu euphorisieren, seine Wahrnehmung einzuschränken oder seine eigene Unsicherheit zu überwinden, kurz gesagt um sich zu reanimalisieren. Also saufen, nicht trinken. Ich kann nur lachen wenn gerade mal wieder ein zeigefinger-schwingender Bericht im TV läuft, in dem irgendwelche Jugendliche gerade beim “Binge-Drinking” oder, wie es in der durchschnittlichen Sprache eines unterdurchschnittlichen Boulevardreporters heißt, “Komasaufen” gezeigt werden und der Sender dies zum Anlass nimmt mal wieder ne moralische Debatte über den Verfall unserer Jugend anzustoßen und Forderungen nach härteren Drogengesetzen etc. abzulassen, und 20 Minuten später auf demselben Sender die Supersondersendung “Busen, Bier und Ballermann- Die Partyweiber von El Arenal” oder so läuft, in der sich Szenen abspielen, die ich hier nicht näher beschreiben muss. Die Wahrheit ist schlicht und einfach, dass wir tun können was wir wollen, wir können dem Suff nicht entkommen ...
Stahlgewitter
... „Thomas? Das war ein verlauster Hippie... Er studierte Politik. Das war sein Lebensinhalt. Er erzählte von nichts anderem. Außer vom Klassenkampf und der Unterdrückung und Ausbeutung der Werktätigen durch die Bourgeoisie. Proletarier aller Länder vereinigt euch und so... Dass gerade so einer, so Sprüche losließ, war schon krass. Gerade der, der noch niemals gearbeitet hatte, will den Proletariern die Richtung weisen. Dass ich nicht lache. Aber so waren sie ...
Tunesien - Ein verlogenes Märchen aus 1000 und einer Nacht
... kurzeitig durfte darüber spekuliert werden, ob es sich diesmal um einen Entführer handelt. Doch auch der Chauffeur versagte mir das Abenteuer einer ordentlichen Geiselnahme mit anschließender Exekution. Vermutlich wollte er mich aus purer Boshaftigkeit nicht von dem bevorstehenden Pauschal-Urlaub erlösen. Er wusste wohl nur zu gut, dass ich damit bereits genug gestraft war.
Welch ein Jammer. Seit die meisten Terroristen sich gewerkschaftlich organisiert haben, für mehr Lohn und weniger Arbeit streikend auf die Landebahnen gehen, sind diese bei weitem nicht mehr das, was sie mal waren. Und da wundern die sich noch, wenn es mit ihrer Wirtschaft kontinuierlich den Bach runtergeht und die Arbeitslosigkeit unaufhaltsam ansteigt.
Es muss mehr als das hier geben!
... Dresscodes wohin man schaut, teure Instrumente, ultracooles Gepose, aber kein Talent mit wenigstens ansatzweise gutem Songwriting und geilen Texten aufwarten zu können. Jede dahergelaufene Vorschul-Band produziert nach der ersten Session im Proberaum eine CD und lässt sich im Anschluss von seinen Klassenkameraden abfeiern. Danach versucht man auf der Bühne den feschen Rocker zu mimen, mit dem man nun wirklich nichts gemein hat. Optisch tendiert der Trend seit geraumer Zeit zum Britpop und der gar grauseligen Playmobil-Männchen-Frisur. Meist kombiniert mit dem unsäglichen Pharisäer-Bärtchen, das man sich früher als Ministrant gegen den eigenen Willen hat wachsen lassen müssen. Heutzutage tun sie's freiwillig. So weit isses schon gekommen. Sahen die „Emos“ mit ihrer Einheits-Baseball-Button-Uniform schon beschissen genug aus, werden sie von dieser Unästhetik locker übertroffen. Punkrock-Bands bei denen die Frisuren noch nach etwas aussehen, sucht man mittlerweile vergebens.
So kommt es, dass oftmals nur noch ein alberner Haufen schrecklich gestylter Lutscher auf der Bühne steht und dort sowohl musikalisch als auch textlich auf der ganzen Linie versagt. Schön geklont im hippen Einheitslook ...
Die Geschichte von 82 Millionen Hooligans
... Schwarz-rot-gelb sollte hingegen jedem Menschen mit einem Hauch von Geschmack im Auge weh tun. Um so unverständlicher in diesen Farben essentielle Dinge wie Pflaster, Druckverbände und Slipeinlagen zu produzieren. Farbpsychologisch gesehen sicherlich nicht gerade hilfreich, den Schmerz zu lindern ...
Blutbad bei 97 Grad Celsisus
... der Sinn solcher Kurse besteht hauptsächlich darin, schnellstmöglich ein Mindestmaß an rhetorischem Grundwissen zu vermitteln, das benötigt wird, um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken. Außerdem wird einem die hohe Kunst des überzeugenden Auftretens trotz offensichtlicher Inkompetenz vermittelt.
So wissen sie stets über alles Bescheid. Ohne Rücksicht darauf, ob Du das auch willst. Wenn's hart auf hart kommt können diese begründen, warum Du den großen Zeh beim Pinkeln besser nach unten abwinkelst oder weshalb die rechte Brust der Frau gerne etwas größer als die linke ausfällt ...
Nightmare in Suburbia
... vom Wodka noch reichlich lädiert richte ich mich schwerfällig auf und erblicke ein Reh neben meinem Auto direkt auf der Straße. „Da brat' mir doch einer nen Storch! Dieses Tier ist ja wirklich hartnäckig.“, stelle ich anerkennend fest und reibe mir ungläubig die müden Augen. Noch während dieser Bock mit seinem Geweih auf dem Boden scharrt und ich gerade beginne, Gefallen daran zu finden und ernsthaft über eine Adoption nachsinne, nähert sich aus der Ferne ein Leuchtkegel, welcher sich mit einer beachtlichen Geschwindigkeit auf uns zu bewegt ...
Der Brecher von Zürich
... morgens erwachten wir mit schmerzenden Köpfen und staubgrauen Haaren und Bärten. Andi und Christoph fanden wir in einer Art Totenstarre verharrend in der verbotenen Zone des Wohnzimmers, neben Christoph ein leerer Eimer ...
Georg Schramm - Thomas Bernhard hätte geschossen
... Georg Schramm gilt in Künstlerkreisen als der gemeinste Kabarettist Deutschlands. Und das völlig zurecht. Kein anderer versteht es so gut wie er die schmerzhafte Realität des kleinen Mannes, aus dessen hoffnungsloser Sichtweise darzustellen. Keiner beherrscht die emotionale Ausdruckskraft seiner Figuren derart wie Georg Schramm. Wie kein zweiter parodiert er deren unfreiwillig gelebte Komik, deren klischeebehafteter Äußerungen und Gebaren ...
Gerhard Polt – vom Stammtisch auf die Bühne
... das hatte den Vorteil, dass die Lahrer Bürgerinnen und Bürger anfangs des Programms wenigstens schon ein bisschen in Fahrt gekommen waren, um dem schonungslosen schwarzen Humor über "Neger", Thailänder, Vietnamesen und sonstige "Nachbarn" und Mitmenschen folgen zu können.
Dies taten sie ausdauernd und oft, auch wenn sie zumeist nur die Syntax des Witzes erahnten. Doch der geübte Theatergänger weiß routiniert die dezent angesetzten Lachpausen zu nutzen. Dass er dadurch oft genug über sich selbst lacht ohne es zu merken, lässt nicht unbedingt auf einen hohen Intelligenzquotienten schließen.
Gerhard Polts Rezept ist einfach und dennoch einzigartig. Er karikiert das scheinbar unfassbare Gebaren, welches er sich in harter Arbeit am Stammtisch abschaut und gibt dies beinahe eins zu eins wieder ...
Drinking with the Stitches
... Alkohol und Punk sind (für mich zumindest) genauso untrennbar miteinander verbunden wie Bonnie & Clyde, Laurel & Hardy, Nutten und Koks. In den ca. 67 Jahren, die ich als Punk Rocker durch die Gegend wandere, hat mich Gevatter Alkohol zwar nicht täglich, aber doch durchaus regelmäßig begleitet und ich muss unumwunden zugeben, dass ich alkoholischen Exzessen selten abgeneigt bin, mit anderen Worten: ich liebe das Saufen !! Ich liebe das Saufen so sehr, dass ich niemals in meinem Leben Alkoholiker werden will, denn dann müsste ich ja irgendwann das Saufen komplett aufgeben oder krepieren ...
Geniale Dilettanten
... am 13.5. wurde in Kriens die Ausstellung „Geniale Dilettanten“ zum Thema Punk in Luzern, Stans, Wolfenschiessen und Engelberg mit einer Vernissage eröffnet. Am Abend sollte ein Reunionskonzert der Luzerne Punklegende Crazy stattfinden. Als ich das hörte, dachte ich bei mir, dazu könnten doch eigentlich ein paar Worte im nächsten Pankerknacker zu finden sein. Also habe ich Kontakt mit Martin Gössi aufgenommen und ihn um fitte Interviewpartner gebeten, worauf er mir empfahl Werni Heller, den ehemaligen Mischer von Crazy und Aktivposten der im Museum thematisierten Punkszene zu befragen ...
Alkohol im Sport
... „Es hat viele Weltmeister gegeben, die Alkoholiker geworden sind, aber ich bin der erste Alkoholiker, der Weltmeister geworden ist.“ Diese weisen Worte stammen vom kürzlich verstorbenen Boxweltmeister Ekkehard Dagge. Dagge schleppte Zeit seines Lebens ein Alkoholproblem mit sich rum und dürfte selbiges damit um eine ganze Weile verkürzt haben. Ein Problem? Natürlich nicht ...
Alkohol in der Politik
... indem ich die Feder ergreife, um meinen politischen Lebensweg dem geduldigen Papier anzuvertrauen, beschleicht mich das flüchtige Bedenken, ob es sinnvoll ist, die geheimen Werkzeuge, Strategien und Methoden meines unaufhaltsamen Aufschwunges dem Leser und potentiellen Konkurrenten auszuplaudern, und dies vor allem noch bevor der Höhepunkt meiner Laufbahn (Herrscher des Universums et al., har har) erreicht ist, und ob die Feder in meiner Rechten nicht doch eher ein Schnapsglas ist, während die Linke in mühevoller Arbeit die richtigen Tasten auf der Tastatur sucht. Womit in einem zwar unerwarteten aber doch trotzdem eher schlecht gelungenen Übergang der erste (und, um falschen Erwartungen bereits jetzt schon entgegenzuwirken, im Rahmen dieser Textes einzig relevante) wesentliche Schlüssel zu politischem Erfolg in der heutigen Zeit bereits enthüllt wäre: der Alkohol, Volksfreund Nummer eins ...
Geld und Punkrock
... die katholische Kirche hat kein besonders lockeres Verhältnis zu Sex. Sex wird, vor allem wenn er außerhalb eines ehelichen Verhältnisses oder, schlimmer noch, von Angehörigen desselben Geschlechts praktiziert wird, regelrecht verteufelt. Trotz dieser offen zur Schau gestellten Ablehnung wird der Nachrichten sehende, hörende oder lesende interessierte Beobachter immer wieder Zeuge, dass auch Protagonisten diesem diabolischen Vergnügen doch nicht so ganz abgeneigt sind ...
Straight Edge und Punkrock
... zum gemeinen Punkrocker gehört für mich neben einer nihilistischen und ablehnenden Grundhaltung auch eine gewisse Sex & Drugs & Rock'n'Roll-Attitude. Und da passt unser Kumpel Alkohol prima dazu ...
Matthias Dutschmann – Staatstheater, die letzte!
... früher - nein, früher war nicht alles besser - früher also musste man sich Matthias Deutschmann zwingend in Begleitung eines Historikers anschauen - ohne Geschichtsstudium entgingen einem die besten Pointen, die Deutschmann zwischen FAZ-Feuilleton und deutschem Kaiserreich zu machen pflegte. Immer begleitet mit seinem Cello. Zum Auftritt von Deutschmann im Burghof nahm ich also extra eine Geschichtslehrerin mit, die zwar auch keine Ahnung hat, aber das ist heutzutage auch gar nicht mehr nötig. Deutschmann hat sich an das Niveau seines Publikums angeglichen, oder sein Publikum - also ich - an sein Niveau? Ich befürchte ersteres, Geschichte habe ich zwischenzeitlich nämlich nicht studiert, und ein Abo der FAZ leiste ich mir auch immer noch nicht ...
The Montesas auf Tour mit blutjungen Exorzistinnen
... Himmel, wir legen los wie die Hölle – das Publikum legt los wie die Hölle. Alles Höllenhunde, diese Schweizer! Meine Jungs sind gut, sie geben alles. Nur manchmal noch ein falscher Ton, ein erstaunter Blick, aber lange nicht so, wie in Frankfurt – Jipiiii! Ich stürze zwar fast von der Basstrommel, Judy hält mich fest – aber das Ding wuppt wie nix! Terry schmeißt die Artillerie, Judy und ich an vorderster Front und Michele zwar nicht an der guten, alten Stalinorgel, aber dafür in Topform! Ich erspare euch weiteres Eigenlob. Kurz: Wir mussten noch 3 Zugaben spielen und konnten endlich „Psychotic Reaction“ gewissermaßen Uraufführen ...
Alkohol in Songtexten
... man muss wissen, dass es an der Zeit ist, endlich die letzten großen Fragen dieser Welt zu beantworten. Und damit meine ich nicht Fragen wie ‚Liebst du mich?' oder ‚Warum denn nicht?' Gähn, als ob wir das nicht alle langsam wüssten! Nein, hier geht es um die wenigen wirklichen Rätsel, die uns die Wissenschaft bis heute noch gelassen hat. Ganze Generationen von gutbezahlten Geheimagenten und speziell ausgebildeten Bundeskanzlern haben sich an ihnen die Zähne ausgebissen – doch Schluss damit! Antworten müssen endlich her, Deutschland kann und darf sich keine Tabus mehr leisten!! Und wer bitte hätte bezweifelt, dass genau hier und heute die drängendste aller Fragen, das süffisanteste aller Probleme, das schwierigste aller Rätsel gelöst werden wird? Natürlich mal wieder kein Mensch.
Wohl an, fragen wir also endlich öffentlich: Finden Punkbands Alkohol eigentlich eher gut oder schlecht? ...
Aus dem Tagebuch eines Sozialschmarotzers
... besonders die nickel-bebrillte Frauke hat es mir angetan. Und ich es scheinbar auch ihr. Gestern unterhielten wir uns angeregt über ihren Möhren-Zucchini-Auflauf. Des Weiteren entdeckten wir unsere gemeinsame Liebe zum Häkeln. Aber auch meine Nachbarin Heidrun ist nicht zu verachten. Letztens kamen wir uns schon ein wenig näher. Zu dumm nur, dass ich mich bei dieser in einige Ungereimtheiten verstrickt habe. So verschwieg ich Heidrun während meiner Kehrwoche beim Tratsch zwischen Tür und Angel selbstbewusst meine Arbeitslosigkeit und prahlte viel lieber damit, erfolgreicher Grafik-Designer zu sein. Dass sie mich gestern unverhofft in der Mensa antraf, diente wohl nicht gerade meiner Glaubwürdigkeit. Zumal ich Minuten zuvor ihrer besten Freundin von meinem Pädophilie-Studium und dem Professor aus Belgien vorgeschwärmt hatte ...
2nd District im Interview
... mal wieder entstand eine neue Band aus den Trümmern der (Happy) Revolvers. Erzähl' mal ein bisschen wie es dazu kam und in welche Richtung es mit der neuen Band gehen soll!
Das ganze war (oder) ist schon sehr konfus und verwirrend für Außenstehende, ich weiß - das Ende der Revolvers, obwohl ich dort ja schon vorher draußen war und die Jungs noch ne Single gemacht haben ohne mich - dann haben die restlichen Mitglieder sich aber auch noch zerstritten bzw. Uwe ist ausgestiegen und das war's dann - dann ist auch noch District kaputt gegangen, was mich sehr mitgenommen hat, und ich eigentlich im letzten Sommer aufhören wollte mit Musik. Pascal Briggs ist ja gar nicht mehr dabei , da er nach Abschluss der Revolvers-Tour, die Pläne, die beiden Bands einfach zu fusionieren, auf einmal doch nicht mehr wollte. Beide Bands hatten personelle Probleme, so wäre das die beste Lösung gewesen. Ich habe seinen plötzlichen Sinneswandel nicht verstanden und war sauer, dass er nicht mit mir richtig darüber geredet hat. Ich hatte die Schnauze voll von dem ewigen hin und her und so haben wir die Fusion trotzdem gemacht und Pascal ist jetzt in Berlin ...
Osama bin Laden im Interview
... Dr. Satori: Das heißt, dass alle Ihre Fußballspieler auch eine ordentliche Pilotenausbildung absolviert haben?
Osama bin Laden: Ja, das könnte man so sagen. Wir haben von unserem Partnerunternehmen Microsoft alle Restbestände der etwas veralteten Software „Flugsimulator 98“ inklusive Handbücher aufgekauft und unsere WM Teilnehmer wochenlang am Computer und Joystick geschult. Hauptsächlich wurde Start und Zielflug geübt. Es ist bekannt, dass die Landung den heikelsten Teil eines Fluges darstellt, aus diesem Grund wurden ca. 20 WM Teilnehmer auch in dieser Disziplin einem speziellen Training unterzogen. Letztendlich ist aber der Weg das Ziel ...
The Bottrops im Interview
... Euer Sänger hört sich tatsächlich an wie ein Sänger, was früher nicht immer so war. Wo habt Ihr den denn ausgegraben?
Den haben wir vom Arbeitsamt Berlin-Mitte zugeteilt gekriegt. Mit Lohnkostenzuschuss ...
Against Me! im Interview
... vor einigen Jahren schriebst Du den Text „Baby, I'm an anarchist“, steckt da mehr für Dich dahinter? Welchen anarchistischen Einflüsse prägen dein Leben?
Der Song wurde von mir und zwei weiteren Leuten (Cassidy Wrist, Rob Augman) geschrieben. Ich habe mit Rob zusammen gewohnt, wir haben den Song für eine Band geschrieben, die wir machen wollten. Wir haben nur den Song geschrieben, die Band hatte nicht einmal einen Namen. Ich fand, dass der Song zu gut war, um verloren zu gehen, so haben wir ihn mit Against Me aufgenommen. Es sollte eine Metapher sein, für das, was in Seattle zwischen Anarchisten und liberalen Linken passiert ist. Die Liberalen haben die Anarchisten dazu benutzt, ihnen auf der Strasse zu helfen, ihnen aber nachher eine schlechte Presse gegeben. So haben sich diese von der Bewegung losgesagt ...
Mono für Alle! im Interview
... Mono für Alle! sind aufregend. Mono für Alle! Sind einzigartig. Das Trio aus Gießen betritt musikalisches Neuland. Live weiß man nie, wie der Abend ausgeht. Neben zahllosen Stürmen der Begeisterung kann es bei einer M.f.A!-Show auch schon mal zu Ausschreitungen kommen. Eine Band die polarisiert. Exorbitante Orgelriffs, genial-krachende Schlagzeugrhythmen und dreckige Bassläufe ergeben eine verwegene Klangsynthese. Mono für Alle kombinieren Heimorgelsound mit blechernen Schlagzeugrhythmen und dreckigen Bassläufen. Dazu gesellen sich kritische, zum Teil recht abgefahrene deutschsprachige Texte, die in bester Punktradition das System, die Gesellschaft und auch das eigene beschissene kleine Leben aufgreifen. Stilistisch liegen Mono für alle! irgendwo zwischen Punk und psychedelischer Musik: Die Orgel dudelt gelegentlich nahe der Schmerzgrenze, der verzerrte Bass bildet mit dem Schlagzeug oft lange, psychedelische Passagen. Die einfach gehaltenen Melodien schleichen sich nach und nach ins Ohr und mutieren zum lästigen Ohrwurm. Die dazugehörigen Texte bringen müßige Unannehmlichkeiten auf den Punkt. Die Band hält der Gesellschaft den Spiegel vor Augen, ein Spiegel der so manchem Angst bereitet. Mono für Alle praktizieren Musik mit visionärer Kraft und vor allem Herz und Seele; Musik, die mit ihrer Konfrontationslogik therapeutische Wirkung entfalten kann. Zumindest aus Sicht diverser Aushilfs-Pädagogen. In folgendem Kurzinterview möchte ich sie euch ein wenig näher bringen. Vorhang auf und Film ab für Mono für Alle! ...
Pascow im Interview
... Pascow, ein feuchter Traum in Rock, der in einer zwar lauten aber oft nichts sagenden Zeit noch immer den verwegenen Sex der Zigarette danach versprüht und dennoch stets die Planung der Revolution im Auge behält ... Die Saarländer Landpunker machen Musik gegen die pseudo-progressive Fotohandy-Punkmischpoke, und doch auch für die Liebe, die bekanntermaßen oft da wohnt, wo der Schlüssel nicht so recht passen will. Weitweg vom studentischen Emocore, nah dran am Herzen des geneigten Zuhörers. Stets mit Lust statt Frust und Faust statt Finger vorgetragen. Was will man mehr? Etwa ein Interview mit den jungen Herren? Bitteschön, könnt ihr haben, ihr Ficker ...